Meine Arbeitswoche ist vorbei, Wochenende habe ich auch frei. Ausspannen (Schule) ist angesagt.
Es war stressig. Die Woche war anstrengend, körperlich und psychisch, ich musste viele Fixierungen veranlassen und auch durchführen, es gab die ersten körperlichen Auseinandersetzungen mit einer Bewohnerin, meine Brille wurde verbogen (konnte zum Glück repariert werden) und ich bin des Öfteren mit “sonnem Schädel” nach Hause gegangen.
Doch:
Der Lerneffekt ist riesig. Fixieren kann ich jetzt richtig gut (richtig pädagogisch…), die Abläufe in der Gruppe werden langsam zur Routine und ich schaffe es immer besser, den Stress auf der Arbeit auf der Arbeit zu lassen und nicht mit nach Hause zu nehmen. Gespräche mit unverschämten (“Ist ja wie im KZ”) Angehörigen durfte ich auch schon führen, ziemlich schwer da ruhig und vernünftig zu argumentieren.
Dennoch: Es macht trotz den heftigen, sehr anspruchsvollen, aggressiven Bewohner und den mir neuen, teilweise harten, aber nötigen Methoden Spaß und der Sinn des Ganzen ist gut greifbar.
Trotzdem: Jetzt erstmal wieder eine Woche Theorie, zum Abschalten. Meine Arbeitsplatzbeschreibung muss ich auch noch schreiben.
Mal sehen, was da noch so kommt!

Ich glaub es geht schon wieder los! Schule! Auch wenn’s nen Berufskolleg für Heilerziehungspflege ist, es ist eine Schule. Mit Stundenplan, Fehlstundenzettel, Klassenbuch, Klasse, Pausen und Lehrern.