Stress

Meine Arbeitswoche ist vorbei, Wochenende habe ich auch frei. Ausspannen (Schule) ist angesagt.

Es war stressig. Die Woche war anstrengend, körperlich und psychisch, ich musste viele Fixierungen veranlassen und auch durchführen, es gab die ersten körperlichen Auseinandersetzungen mit einer Bewohnerin, meine Brille wurde verbogen (konnte zum Glück repariert werden) und ich bin des Öfteren mit “sonnem Schädel” nach Hause gegangen.
Doch:
Der Lerneffekt ist riesig. Fixieren kann ich jetzt richtig gut (richtig pädagogisch…), die Abläufe in der Gruppe werden langsam zur Routine und ich schaffe es immer besser, den Stress auf der Arbeit auf der Arbeit zu lassen und nicht mit nach Hause zu nehmen. Gespräche mit unverschämten (“Ist ja wie im KZ”) Angehörigen durfte ich auch schon führen, ziemlich schwer da ruhig und vernünftig zu argumentieren.

Dennoch: Es macht trotz den heftigen, sehr anspruchsvollen, aggressiven Bewohner und den mir neuen, teilweise harten, aber nötigen Methoden Spaß und der Sinn des Ganzen ist gut greifbar.

Trotzdem: Jetzt erstmal wieder eine Woche Theorie, zum Abschalten. Meine Arbeitsplatzbeschreibung muss ich auch noch schreiben.

Mal sehen, was da noch so kommt!

Beitrag

Na wunderbar!
Da hat man heute mal frei und muss wegen nem Zahnarzttermin trotzdem um 07:00 Uhr aufstehen. Der sagt einem dann, dass man noch mal wieder kommen muss, am Freitag, wegen Karies. Und dann kann man ja auch direkt klären wie das mit den Weißheitszähnen weitergeht. Büargh!

Später wollte ich dann nach Neuss zum Kaufhof mir nen Terminplaner und was noch so ansteht (Mutter hat Rabattkarte) besorgen, hat der Drecksladen zu wegen… WEGEN?? Kirmes. Neusser Kirmes.
Die säuft doch sowieso gerade ab, die Schützen sind sauer, und jetzt wurde sogar der Umzug für heute Abend wegen dem schlechten Wetter abgesagt. Herrlich, wenigstens Schadenfreude kann ich haben.
1€ fürs Parkhaus, 50 Minuten Spritverschwenden also für nichts. Passiert.

Ansonsten nicht viel los, sonst stände hier auch mehr.

Na, wunderbar

Stellvertretender Klassensprecher…ich?! Na klasse. Früher war der Klassensprecher ja eher sinnarm, jetzt wird direkt reingepowert mit ner Schulversammlung am 30.8.
Ich danke meinen Mitstudierenden für ihr Vertrauen und werde mich schnellstmögich um einen Kühlschrank im Klassenzimmer kümmern.

Garzweiler

Einfach mal mit Freunden losfahren, raus aus dem Haus, zu unentdeckten Orten. Heraus kam ein sehr netter Abend und das Auto bekam eine Behandlung mit dem Hochdruckreiniger an der Tanke.

Entweder Oder

Auf meiner Gruppe ist ein Autist, der es mag, fixiert (d.h. mit Gurten am Bett festgeschnallt) zu werden. Bzw es mag, seinen Körper gegen die Fixierungsgurte zu stemmen und ihn so intensiv zu spüren. Wenn er festgemacht werden möchte, geht er zu einem Betreuer und sagt “fest”. Wenn man ihn dann nicht festmacht kann es passieren, dass er nach einiger Zeit seinen Kopf gegen die Wand schlägt, und wir ihn wegen Selbstgefährdung festmachen MÜSSEN.

Es gibt wohl auch Decken, die extra für Autisten angefertigt worden sind und einige kg wiegen, um einen gewissen Druck auf den Körper auszuüben, doch ob diese Decke reichen würde, ist fraglich und die Anschaffung teuer.
Ich bin ein wenig zwiegespalten. Auf der einen Seite steht die zum Fixierungszeitpunkt nicht gewisse Notwendigkeit der Fixierung, auf der anderen Seite der Wunsch des Bewohners. Muss man dem nicht nachgehen? Fixiert zu werden ist ja nichts Verbotenes. Aber moralisch als freiheitsentziehende Maßnahme vorbelastet.
Ich finde, er soll fixiert werden, wenn er möchte, nur darf dann nicht der Fehler gemacht werden, ihn mehrere Stunden liegen zu lassen, sondern er muss regelmäßig gefragt werden, ob er aufstehen (“Auf!”) möchte. Denn wir arbeiten schließlich nach dem Begriff der Selbstbestimmung.
Wie seht ihr die Sache (mit den wenigen Informationen aus dem Beitrag)?

Gruppendynamik…

…ist ein ziemlich interessantes Fach. Da gehts um Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit, Selbsteinschätzung, und so weiter und so fort.

Die erste Übung war allerdings ziemlich ungewohnt und auch ein bisschen unangenehm. Im Stuhlkreis sollte jeder 2 Mitschüler nennen, die ihm in den 3 Tagen Schule die wir jetzt hatten besonders aufgefallen sind. Egal ob positiv oder negativ.
Seine Wahl sollte man dann auch noch begründen.

Irgendwie schon heftig. Es gibt doch dieses komische Spiel… Therapie glaub ich, wo man Zuordnen muss, welche Aussage zu welchem Mitspieler passen könnte (oder so in der Art), also z.B. “Ich bin mit mir nicht zufrieden”. Bin mal gespannt, ob solche Spielchen im weiteren Kursverlauf zu Konflikten führen werden.
Heute ging jedenfalls alles gut und ich bin auch jemandem aufgefallen YES!!!

Wie bitte?

Wir sollten uns heute, Kennenlernspiel, nach Kreisen (Neuss, Heinsberg, Viersen…) in Gruppen aufteilen und kurz sagen, was toll an unserem Kreis ist.

EY, schreib das Fun auf, das is voll geil da!!! Und die Skihalle, aber nur für Beachparty

Danke, nein.

I-Dötzchen

Welle-schultueteIch glaub es geht schon wieder los! Schule! Auch wenn’s nen Berufskolleg für Heilerziehungspflege ist, es ist eine Schule. Mit Stundenplan, Fehlstundenzettel, Klassenbuch, Klasse, Pausen und Lehrern.


Heute war, wie damals, Infotag. Stundenplan wurde verteilt (Hauswirtschaft und Spiel sind bestimmt die geilsten Fächer, oder Gestalten), ein Kennenlernspiel gabs auch (“Wir sind hier Pädagogen, natürlich gibt es ein Kennenlernspiel”). Später haben wir noch mit den “Großen” eine “Ralley” durch die Schule gemacht und wichtige Fragen geklärt wie “Welches Auto gehört welchem Lehrer” und “Wie heißt Frau A. mit Vornamen und was bedeutet dieser”… Kommunikation halt, war anunfürsich auch ganz witzig.

Über die Klassenkameraden kann ich noch nicht so viel sagen, das Kennenlernspiel hat nicht wirklich gut funktioniert, später mehr dazu.

Klasse: es darf nur an einer einzigen Stelle geraucht werden, und die ist noch nicht mal mehr Schulgelände.

Worauf ich mich freue: Ich werde wieder Mathe haben. Berufsschulemathe. Ich denke mal das wird (Mathe-LK!) keine großen Probleme machen, selbst wenn, die müssen das nur anbieten damit man sein Fachabi da nachmachen kann. Und wer das nicht braucht kann in dem Fach auch ruhig eine 5 haben.
Aber die Reaktion von 90% des Kurses, pardon, der Klasse war eher mäßig (“BOAH NE!”).

Ich drück jetzt also erst mal 2 Tage die Schulbank, dann gehts wieder ins Wohnheim. Glück auf!

Close Encounters

Was für ein Tag. 5 Uhr aufstehen, bis 10 Uhr arbeiten und dann?

Auf zum Robbie Williams-Konzert nach Köln! Es war einfach super. Da wir gute Plätze haben wollten sind wir schon um 12 Uhr an den Jahnwiesen gewesen, das hat aber nicht wirklich viel gebracht, die Leute die direkt hinter uns standen sind 1.5 Stunden später gekommen.
Es wurden zwar Bändchen für die erste und die zweite Welle verteilt aber da hatten wir auch kein Glück. Dennoch waren die Plätze ziemlich ok, so bisschen mehr vorne als mitte würd ich sagen.

Und das Konzert:
Super! Erst spielten Orson , eine sehr schöne Indie Rock Schießmichtod Band, leider haben die nur eine halbe Stunde bekommen.
Was mich dann ziemlich angekotzt hat war, dass zwischen den Bands über 2 Großbildleinwände Werbung übertragen wurde. 70€ bezahlen und dann auch noch Werbung anstatt nur Musik während der Umbauten hören zu müssen, find ich schon ziemlich dreist.
Nach Orson kamen Basement Jaxx, ziemlich flippige Elektrodance Kapelle, die man wegen der ausgefallenen Kostüme (die fast nach jedem Lied gewechselt wurden) wahrscheinlich nur live richtig gut erleben kann. Mir hat die Musik nicht so gefallen, aber war auf jeden Fall lustig anzusehen, wie die da rumgehüppt sind.

Dann wieder Werbung Werbung Werbung und dann Robbie Williams!

stage

Eine wirklich tolle Songauswahl (der neue Song “Rude Box” hat mir nich so gefallen), eine bombastische Bühnenshow und eine total lustige Swingeinlage. The Entertainer himself, einfach total stark. Das Wetter hat auch mitgespielt, es hat nicht angefangen zu regnen und zu warm war’s auch nicht.

Ein wirklich tolles Konzert!

Die Rückfahrt war “scheise”, Menschen, die am Bahnsteig zum Gleis hindrängeln auch, und die Deut***e Ba*n kann mir sowieso mal den Buckel runterrutschen.
Schlussendlich haben wir uns dann ein Taxi geholt.