Wachstum

Viele Aspekte unserer Gesellschaft sind auf ein ständiges Wachstum angelegt und ihr Funktionieren ist davon abhängig dass sowohl der Konsum als auch die Produktivität stetig steigt. Nun bedarf es keines Raketenwissenschaftlers um sich auszumalen, dass in Bezug auf die materiellen Ausprägungen dieser Entwicklung die begrenzten Ressourcen des Planeten Erde diese Zahnräder irgendwann empfindlich bremsen werden.

Ein völliges Umkrempeln der Gesellschaft erscheint schell als der beste, vielleicht auch einzige Ausweg aus dieser Zwickmühle. Da dies nüchtern betrachtet als so schöne, wie abwegige Träumerei eingestuft werden muss – die dazu notwendige Veränderung in entsprechender Zahl – ist noch nicht in Reichweite – stellt sich die Frage: Was nun?

Wie können wir den wahrscheinlich zutiefst menschlichen Drang nach mehr, der im Rahmen der Evolution stets gute Dienste geleistet hat, stillen ohne uns selbst aufzufressen? Möglicherweise gar nicht nur den Drang befriedigen sondern aktiv nutzen, zum Wohl unserer Art. Und aller die sie ausmachen.

Der Begriff der Wissens- oder Informationsgesellschaft als Nachfolgestufe von Agrargesellschaft, Industriegesellschaft und Dienstleistungsgesellschaft war schon nicht mehr neu, als ich ihn in der Schule lernte.

Was dort nicht vermittelt wurde war ein Aspekt von Information, sei es als Wissen(schaft) Kunst oder Unterhaltung der im Kontext von Wachstum nicht unbedeutend ist: Die Menge an Information die wir Produzieren, Sammeln und Nutzen können ist durch nichts in der Art beschränkt wie es die Produktion von immer mehr Autos mit immer weniger Menschen ist. Wir können Wissen schaffen, weitergeben und benutzen ohne auf eine Ressource außer unserer eigenen Kreativität angewiesen zu sein.

Vielleicht geh der nächste große Schritt der Menschheit in diese Richtung.

Vielleicht kommt auch in 100 Jahren ein Komet!